—114— Lande in demMissionswerke zu Hermannsburg aufgerichtet hat! —- Der liebe Mann, der dies geschrieben hat, trennte sich nun von uns, um mit noch einigen andern gleich von dort zur Eisenbahn zu fahren. Wir andern, deren Weg nach Süden führte, wollten mit dem Pastor noch nach Hermanns- burg zurückpilgern. Aber der Mann war auf einmal ver- schwunden und nirgends zu finden. Schon stieg der Gedanke in uns auf: sollte der vorausgegangen sein und uns Verlassen haben? und wir hatten uns doch auf den Rückweg mit ein-- ander so herzlich gefreutl Wie aber schämten wir uns, als er nach einer kleinen Stunde zurückkehrte und ein besonderer Friede lag auf seinem Angesichte. Er hatte einige schwere Kranke im Dorfe besucht, die gewünscht hatten,. daß er kommen und mit ihnen beten möchte. Das war also die Ursache seiner Entfernung nach einem so mühevollen Tagewerkel. Als wir nun zum Aufbruache gerüstet waren, trat Alles noch einmal auf den Ruf des Pastors im und vor dem Mädener Pfarrhause zusammen. Harms stimmte den schönen Lobgesang an: Schwing dich auf mein ganz Gemüthe und geh in den Himmel ein! Als der schöne Vers kam: o daß alle meine Glieder lauter Zungen möchten sein, daß ich mich durch Lobelieder könnte recht in Gott erfreu’n. Und daß lauter Preis und Ehre mein beständig Opfer wäre, daß ihm Tag und Nacht tausend- tausendmal gebracht!, da konnte man es ordentlich an den Stimmen der Singenden merken, daß« ihre Herzen bewegt waren bis in den innersten Grund. Dann forderte Harms zum Gebet auf, flehete Segen herab auf das gastliche Dorf und das gastliche Pfarrhaus, bat um das Geleit der heiligen Engel zu unserer Pilger-fahrt und wir schlossen uns dem aus seiner tiefsten Seele kommenden Gelübde an: wir wollten dankbar sein für die empfangene Gnade, wollten freudig und muthig fortpilgern nach dem himmlischen Zion und allen Fleiß an- wenden, daß wir dort einst alle wieder zusammen kämen, dann —--—-—--.---—.-. ,-
—114— The settlement was founded in the Misioneswerke in Hermannsburg! —- The dear man who wrote this now separated from us, to travel with others to the railway from there. We, whose path led to the south, wanted to return to Hermann’s-burg with the pastor. But he suddenly disappeared and was nowhere to be found. The thought immediately arose in us: should it have been the first to go, and abandoned us? And we were still pleased with him after a short hour returning and finding a special peace upon him. He had visited some sick people in the village, who requested that he come and pray with them. That was the cause of his departure after such a difficult day’s work. When we were prepared for the breaking, everything came together again under the leadership of the pastor in and before the Mädener Pfarrhaus. Harm sang the beautiful praise song: “Let my spirit soar and go to heaven!” When the beautiful verse came: “Let me be your sweetest praise, and go to heaven!” As the beautiful verse came: “May all my limbs yearn to be singing, that I may be right in God’s joy. And may the price and honor be my constant sacrifice, that he may be blessed for a thousand years and a thousand years!” It could be heard in the voices of the singers, their hearts moved in the deepest depths. Then, Harms demanded prayer, called down blessings upon the noble village and the village church, asked for the guidance of the holy angels on our pilgrimage, and we joined the solemn vows coming from his deepest soul: we wanted to be grateful for the grace received, we wanted to leave the world with joy and courage, that we might return once again to the heavenly Zion and all the labor to be turned to, that we may once again be together.