—1·67-— bald werden von Kirchen, voll Von Schulen, Voll-von Kindern, die Dir geboren werden, wie Thau aus der Mor- genröthe, daß da nicht mehr die Schlangen nisten und die Panther heulen und die Feldteufel hiipsen, sondern daß da die Engel wallen und Christen pilgern aneinem heiligen Hause und bitten: schreibe mich, HERrr, auch mit an—unter Deinen Unterthanen! Ich will Dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist zu denselben großen Reihen, die das Hosianna schreien, wo man Dich will- kommen heißt. Amen. Im vorigen Blatte habe ich so ziemlich die Hauptsachen erzählt aus den Berichten unserer Missionare. Heute will sich nur noch eine kleine Nachlese halten. Da bemerke ich zuerst, daß unsere Brüder schon mit allem Fleiß angefangen haben, sich an die Erlernung der Kaffernsprache zu machen, invwelcher sie täglich einige Stunden von dem Missionar Posselt unter- richtet werden. Jndeß finden sie alle die Sprache recht schwer und meinen, es werde wohl eine ziemliche Zeit hingehen, ehe sie lernen sich fließend darin auszudrücken, oder gar zu predigen. Außer dem Erlernen der Sprache, haben sie den deutschen Brüden, die sie so freundlich in ihre Häuser auf- genommen haben, bei ihren Arbeiten geholfen, Holz, geschnit- ten, Dächer gedeckt, und andere Arbeiten verrichtet, was die lieben Leute erst gar nicht haben zugeben wollen. Denn- haben sie gesagt, sie hätten sie nicht deshalb ausgenommen- daß sie fiir sie arbeiten sollen, sondern um das Wort Gottes Von ihnen zu lernen. Unsere Brüder aber haben gemeint, eine Liebe sei der andern werth, und sie wären keine Herren, schämten sich auch der Arbeit nicht. Die Deutschen haben ihnen auch-erzählt, daß in Sachen der Religion unter den Europäern in Natal, besonders unter den holländischen Bau- ern, eine große Unwissenheit herrschte. So z.,-B. habe ein Deutscher einen holländischen Bauern gefragt, was für eine Religion er denn eigentlich habe. Darauf habe er geant- wortet: er sei ein Afrikaner und also werde er auch wohl

—1·67-— From churches, schools, from children born to me, like Thau from the Mor-genregion, that there will not be more snakes hiding and the wolves howling, but that angels will wallow and Christians will pilgrimage to a holy home and ask: "Lord, write me, O Lord, also with me under Your throne!" I will, as well as I can, lead the way in my heart. I will go into the spirit to the same large ranks that the Hosianna cries out for, where it is said that one must come. Amen. In the previous leaf, I told you roughly the main points from the reports of our missionaries. Today, I only want to include a short summary. First, my brothers have already begun to make a great effort to learn the Kaffernsprache (the Dutch language). They spend every day several hours under the guidance of Missionar Posselt. They all find the language quite difficult and think it will take a long time before they can express it fluently or even preach. Besides learning the language, they have helped the German children they have welcomed into their homes with their work, performing wood, constructing roofs, and other work that the people don't want to admit. Because, they have said, they would not exclude them for that, but to learn the word of God for them. Our brothers, however, meant that love is the most valuable thing, and they are not masters, and also don't feel shame when doing work. The Germans have told me that in terms of religion among Europeans, particularly among the Dutch builders, there was a great ignorance. For example, one German asked a Dutch farmer what religion he actually had. On the answer he gave: he was an African and therefore he would also well