—173—Es ist, daß in Kapstadt ein Hannöverscher Konsul ernannt wird, - weil ohne ihn unser Schiff an der Küste von ( Afrika gar keinen Schutz hat, so habe ich die notwendigen Schritte gottenhan, um die Anstellung eines Hannöverschen Konsuls in Kapstadt zu erreichen. Das ist nun wieder eine Sache, für die ihr mit Beten müßt, denn der Herr ist es, der dem Menschen Herzen lenkt und wir dürfen ja um Alles bitten. Zweitens, wir haben in unserem Missionshaus einen großen Kummer gehabt, der aber doch zuletzt wieder zur Freude umgeschlagen ist. Zwei unserer Zöglinge nämlich hatten sich verblenden lassen, eine Verlobung, wenn auch nicht geradezu einzugehen, doch wenigstens anzu- bahnen. Das war doppeltes Unrecht, zuerst schon deshalb, weil sie nicht im Missionshaus sind, um sich zu verloben, sondern um zu lernen und sich zum Missionsdienst vorzube- reiten, sodann zwiefältig, weil sie bei ihrer Aufnahme in meine und meines Bruders Hand gelobt hatten, daß sie sich nicht verloben wollten. Als die Sache zur Sprache kam, meinten sie erst, sie hätten sich nicht eigentlich verlobt, weil sie kein förmliches Iawort verlangt hätten, sondern nur angesragt, ob die, welche sie- sich ausersehen, ihnen später nach Afrika folgen würden. Bald aber sahen sie ihr Unrecht ein und erkannten, daß der böse Feind sie Verblendet habe und sie sich hätten verblenden lassen. Sie baten, wir möchten es ihnen Vergeben, sie bereuerten ihre Sünde, wollten jeden Gedanken daran aufgeben und bekannten, daß sie allein Schuld hätten, die Mädchen aber ganz ohne Schuld seien, auch siezurück-gewiesen hätten mit Hinweisung auf ihr uns gegebenes Ver- sprechen. In Folge dieser betrübten Umstände sahen wir uns genöthigt, sie aufein Vierteljahr vorläufig aus dem Missions- hause auszuschließen und sie sich selbst zu überlassen; doch ließen wir ihnen die Aussicht offen, daß sie wieder aufge- nommen werden könnten, wenn wir uns würden überzeugen können, daß sie aufrichtige Buße gethan hätten. Wo nicht, würden sie dann gänzlich ausgeschlossen werden müssen. So

—173— It is, that in Cape Town, a Hannoverer Consul is appointed – because without him, our ship has no protection on the coast of ( Africa). So, I have made the necessary steps to achieve the appointment of a Hannoverer Consul in Cape Town. This is now again a matter for you to pray for, for the Lord directs the hearts of men, and we are to ask for all things. Secondly, we have suffered great trouble in our mission house, but which eventually again brings joy. Two of our boys, however, had concealed themselves, a promise, though not necessarily to be made, but at least to be announced. That was double wrong, first because they were not in the mission house to be engaged, but to learn and prepare themselves for the mission service, then undeniably, because they were praised by me and my brother upon their admission into my and my brother’s hands. As the matter came to hand, they first thought they would not actually promise, because they did not demand a formal law word, but only requested, whether they would follow them later to Africa. But soon they saw their sin, and realized that the evil enemy had blinded them and that they would have concealed themselves. They begged us, we want to forgive them, regret their sin, want to give up all thoughts of it, and said that they were entirely responsible, while the girls were completely free of guilt, and returned them with a reference to what we had given them to speak. As a result of this troubled circumstances, we were refused to exclude them from the mission house for a preliminary period; but we allowed them to be allowed to be re-appointed if we could be convinced that they had truly repented. Where not, they would then be completely excluded. So.