machen zu lassen und er selbst habe es in der Schule erzählt. Nun habe sich aber niemand gefunden, dem der Groschen gehöre – Ich sagte ihm: nun, was meinst du, mein Kind, gehört der Groschen dir? Willst du dir etwas dafür kaufen? Der Knabe antwortete: nein, der Groschen gehört nicht mir, deshalb will ich ihn auch nicht behalten. Ich will ihn dem lieben Heiland geben für die armen Heidenkinder, damit auch die auch eine Fibel bekommen! Als ich ihn weiter befragte, erzählte er, ich hätte einmal in der Kirche, wohin ihn sein Vater schon alle Sonntags mitnehme, gesagt, wer etwas behielt, der wäre ein Dieb und —- setzte et mit großem Ernst hinzu: »Se hebt segt, ’n Ehristenkind möss keen Deef sien!(( Jch nahm nun den Groschen mit Dank an. Aber der Knabe war noch nicht fertig. Er fragte mich – ob das wahr wäre, dass zwei Zöglinge ausgeschieden wären aus dem MissionshauseZ Als ich das mit trauernder Miene bejahte, erwiederte er: »Se brukt’r gar nig so bedrövt über uht to sehn, Se könnt er mi jo man för henschicken, book- staveeren kann ik all und lesen will ik ook bald leeren!(( Als der kleine Mann das mit großer Ernsthaftigkeit sagte, konnte ich nicht umhin, ihn mit herzlicher Freude an meine Brust zu drücken. Dann knieete ich nieder und bat mit ihm den Herr, Er möge einmal einen rechten Missionar aus ihm machen. Er ging endlich fort, konnte es aber erst gar nicht recht fassen, daß ich ihn noch nicht gebrauchen könnte. Bald darauf erhielt ich einen Brief von einem lieben Freund, der in seiner Schule und Schulgemeine die Missionsä sache lebhaft angeregt hat. Der Herr hat ihm Eingang verschafft in die Herzen der Großen und Kleinen Undmit herzlicher Freude hatte er schon lange gesammelt, daß der erste Thaler voll werden solle, den er mir dann schicken werde. Nun schreibt er, der Thaler wäre voll und er schicke ihn, es sei aber so damit zugegangen: In einer Andachtsstunde, die er in einem Hospitale zu halten habe, habe er auch die Heiden- bekehrung erwähnt. Tages darauf sei eine Wittwe gekommen-
Machen lassen und er selbst habe es in der Schule erzählt. Nun habe sich niemand gefunden, dem der Groschen gehört – Ich sagte ihm: nun, was meinst du, mein Kind, gehört der Groschen dir? Willst du dir etwas dafür kaufen? Der Knabe antwortete: nein, der Groschen gehört nicht mir, deshalb will ich ihn auch nicht behalten. Ich will ihn dem lieben Heiland geben für die armen Heidenkinder, damit auch die auch eine Fibel bekommen! Als ich ihn weiter befragte, erzählte er, ich hätte einmal in der Kirche, wohin ihn sein Vater schon alle Sonntags mitnehme, gesagt, wer etwas behielt, der wäre ein Dieb und —- setzte et mit großem Ernst hinzu: »Se hebt segt, ’n Ehristenkind möss keen Deef sien!(( Jch nahm nun den Groschen mit Dank an. Aber der Knabe war noch nicht fertig. Er fragte mich – ob das wahr wäre, dass zwei Zöglinge ausgeschieden wären aus dem MissionshauseZ Als ich das mit trauernder Miene bejahte, erwiederte er: »Se brukt’r gar nig so bedrövt über uht to sehn, Se könnt er mi jo man för henschicken, book- staveeren kann ik all und lesen will ik ook bald leeren!(( Als der kleine Mann das mit großer Ernsthaftigkeit sagte, konnte ich nicht umhin, ihn mit herzlicher Freude an meine Brust zu drücken. Dann knieete ich nieder und bat mit ihm den Herr, Er möge einmal einen rechten Missionar aus ihm machen. Er ging endlich fort, konnte es aber erst gar nicht recht fassen, daß ich ihn noch nicht gebrauchen könnte. Bald darauf erhielt ich einen Brief von einem lieben Freund, der in seiner Schule und Schulgemeine die Missionsä sache lebhaft angeregt hat. Der Herr hat ihm Eingang verschafft in die Herzen der Großen und Kleinen Undmit herzlicher Freude hatte er schon lange gesammelt, daß der erste Thaler voll werden solle, den er mir dann schicken werde. Nun schreibt er, der Thaler wäre voll und er schicke ihn, es sei aber so damit zugegangen: In einer Andachtsstunde, die er in einem Hospitale zu halten habe, habe ich auch die Heiden- bekehrung erwähnt. Tages darauf sei eine Wittwe gekommen-