—183- jahr folgendes Schreiben des hochwürdigen Konsistoriums in Osnabriick an die sämmtlichen Herren Superintendenten und Prediger des Fiirstenthums Osnabrück, von jener Behörde zugeschickt. Es lautet, wie folgt: »Gleich wie der Sohn Gottes im Fleiche erschienen ist, um für die ganze Verlorne Menschheit Heil und Seligkeit zu erwerben und durch die Mittel des Worts und der Sakramente überall auf Erden Buße und Glauben darzubieten: so hat auch die Kirche des reinen Worts und Sakraments sich immer ernstlicher ihrer Pflicht erinnert, die Gnadenschätze des Evangeliums denen zu bringen, welche dieselben noch nicht l)aben. Die Ausbreitung der Kirche Christi unter den Heiden, wie unter Israel, ist zumal gegenwärtig eine heilige Sorge für Alle, denen das Evangelium von Christo als die Botschaft und Bürgschaft ihrer Seligkeit gilt. Auch Wir, als zur Regierung der Kirche mitberufem diirfen nicht mehr Bedenken tragen, das edle Werk, welches bisher in Missionsvereinen unter göttlichem Segen angefangen ist, nach besten Kräften und als eine Arbeit der Kirche durch Gebet und Gaben zu befördern. Wir verordnen daher durch Gegenwärtiges, daß sämmtliche Uns untergebene Geistliche alljährlich am Feste der Erscheinung Christi, dem sechsten Januar, der Bekehrung der. Heiden in Predigt und Färbitte gedenken, als wozu auch die alte Epistel des St. Andreastages (Röm. 10, 8——18) eine geeignete Anleitung giebt. Zugleich ist an dem genannten Tage die Gemeine zu einer Kollekte fiir den gedachten Zweck aufzufordern und deren Betrag an Uns einzusenden. Wir haben bis auf Weiteres beschlossen, denselben der im hiesigen Lande bestehenden ge- segneten Missionsanstalt in Herinannsburg zuzuwenden, und wünschen, daß dieser letztern in der öffentlichen Fürbitte am Ephiphaniasfeste mitgedacht werde. Osnabriick am Bußtage vor dem Christsesie 1854.« Gott segne die theure Behörde flir diese mir gemachte und so freundlich als solche bezeichnete Weihnachtsgabe. Sie hat mich recht erquickt und das noch dazu in einer Zeit, Wv

—183- year of the high office of the Consistory in Osnabrück to the esteemed Superintendents and Preachers of the Fiirstenthums Osnabrück, sent by that authority. It states: «As the Son of God appeared in the flesh to acquire for the whole lost humanity healing and salvation, and by the means of the word and sacraments to bring blessings all over the earth. Therefore, the Church of the Word and Sacraments has always been more serious in remembering their duty to bring the grace treasures of the Gospel to those who do not yet have them. The spread of the Christian Church among the tribes, as in Israel, is currently a holy concern for all, to whom the Gospel of Christ is the message and assurance of their salvation. We, as appointed by the government of the Church with the purpose of transferring, do not bear any reservations about the noble work which has been started so far in missionary societies under divine blessing. Therefore, we hereby decree from the present time that all subjects of the clergy, all year, on the day of the Appearance of Christ, the sixth of January, the baptism of the Heiden, will commemorate this, as the old Epistle of Saint Andreastage (Rom. 10, 8–18) provides an appropriate guide. Simultaneously, on this day, the General is called upon to solicit a collection for the purpose designated, and request that each of us send it. We have decided until further notice to dedicate the same to the established mission in Herinburg, and hope that this last in the public exhortation on the Feast of the Eiphiphanias will be considered. Osnabrück, on the day of repentance before the Christsesie 1854.« God bless the governing authority for this kindly and graciously named gift. It has deeply pleased me, and even more so in a time…