Ich der Erquickung bedurfte! Unsere alten Vorfahren, die Sachsen, teilten sich, wie ich in einem früheren Missionsblatt bemerkte, in die drei Hauptstämme der Westphalen, Engern oder Angeln und Ostfalen. Sie hatten damals als eng verbundene Waffenbriider treulich zusammengehalten im Kampf gegen Karl den Großen für das Heidenthum Nun gebe Gott, dass diese drei Stämme eben so treu und eng verbundene Waffenbriider werden im Kampfe gegen das Heidenthum. Das walte Gott in Gnaden. Da ich nun Afrika’s halber etwas Zeit habe, will ich in der im Augusthefte abgebrochenen Geschichte fortfahren. Am Morgen nach dem Opferfeste am Tiefenbruche zog Landolf mit dem Billing und den freien Männern nach dem Maitage, der bei den sieben Steinhäusern gehalten werden sollte, und schon vor Mittag kam man daselbst an. Eine ungeheure Menge freier Männer war da versammelt, Priester, Edillinge und Frilinge. Der Platz liegt mitten in einer un- geheuren Haidfläche an dem sanften Abhange eines hohen Haidhiigels, der auf der andern Seite schroff in eine moorige Schlucht abfällt. Ich habe die Steinhäuser schon früher be- schrieben, es sind ihrer sieben, eine Zahl, die bei den Sachsen heilig gewesen sein muss. Wenigstens finden sich in unserer Gegend die sogenannten Hühnengräber, in welchen unsere Vorfahren begraben liegen, entweder einzeln, oder je sieben und sieben in einem weitern Kreise bei einander. Der Platz, worauf die Steinhäuser stehen, muss dem Wodan heilig ge- wesen sein, denn er wird in der Chronik die Wuotanswohrt genannt. Wohrt ist aber im Sächfischen immer ein abge- sonderten eingefriedigter, heiliger, besonders zur Rechtspflege bestimmter Platz; denn die Rechtspflege wurde unter freiem Himmel geübt und stets bei Tage, als wollte man zeigen, daß das Recht göttlicher Abkunft sei,·sich Von der hellen Sonne bescheinen lassen dürfe und die Finsterniß fliehe. Das Wort Wohrt hängt zusammen mit wehren, weil alles Unheilige davon -abgewehrt wurde, weshalb auch solche
I am the refuge needed! Our ancient ancestors, the Saxons, divided themselves into the three main tribes of Westphalia, Engern or Angeln and Ostfalen. They had long held them in the battle against Karl the Great for the Heidenthum, now God grants that these three tribes are thus so loyal and closely bound warriors in the fight against the Heidenthum. God watches over you. Since I have some time to travel in Africa, I will continue the story in the August Almanac, which was broken in the morning. After the festival of the sacrifice at the Deep Passage, Landolf and his free men set out to the Maitage, where the meeting was held, and already in the afternoon, one came to it. A great number of free men were gathered, priests, Edillinges, and Frilinges. The place lies in the middle of a wild and desolate meadow, a gentle slope of a high hill, which falls into a moorly ravine on the other side. I have already described the stone houses before, which are seven, a number that must have been sacred to the Saxons. At least in our area, the so-called hen-buriers are buried, either individually, or each in seven, seven in a further circle at one another. The place where the stone houses stand must be of Wodan holy, because it is called the Wuotanswohrt in the chronicle. Pray, it is in Sächsian always a separate, holy, especially for the legal affairs of a place; for the legal affairs were practiced under the open sky, and always with days, to show that the right of divine origin is shown. It shall be given to you that the sun’s light should not shun you; the darkness should flee. The word Wohrt is connected with wehren, because everything impure is avoided, and therefore even such…