— v"190 —- daß Karl sie in ihrer Berbeldng erkennen würde, das noch viel weniger, daß er sie so großmüthig und brüderlich behandeln würde. Vierzehn Tage darauf hat der Priester im weißen Gewande sie getauft aus den Namen Gottes des Vaters, Sohnes und des heiligen Geistes und sie haben Treue ge- schworen dem Heiland Jesu Christo. Ihr Männer, so sind euch eure Helden vorangegangen; Sachsen, wollt ihr eure Herzöge verlassen? Von ihnen ist der Fluch der Sünde abgewaschen durch die Taufe. Nun bin ich zu euch gekommen, ich bin auch ein Priester Iesu Christi, wollte auch euch gern unterweisen und den Fluch der Sünde von euch waschen, daß ihr selig würdet und in den Himmel kämen Saget, soll ich Unter euch predigen? oder wollt ihr mich auch tödten, wie ihr die Ewalde getödtet habt. Hier bin ich, auch mitten unter euch bin ich in Gottes Hand. s. Landolf schwieg. Die ganze Versammlung hatte still ge- horcht, selbst die Heidenpriester hatten zugehört. Da erhob der Billing seine Stimme und sprach: Landolf, mein Gast- freund, du hast ein gutes Wort geredet und du bist in meinem Hause ein guter Mann gewesen, ich will dich weiter hören. Brüder laßt uns beschließen, daß Landolf frei im Lande umhergehen und predigen könne, es ist keine Schande, vor dem Gott die Kniee zu beugen, der Karls Gott und der Christen Gott ist, es ist keine Schande, zu dem Gott zu beten, der unsere starken Helden überwunden hat. Beschreibe da! Da trat ein alter Mann mit weißen Haaren auf, der Aelteste in der Versammlung und sprach: Werft das Loosl. Die Jünglinge machten 7 Stäbchen zurecht, viereckt, von Eichenholz, auf der obern Seite mit heiligen Zeichen versehen. Einer der Heiden- priester, Wald nennt ihn die Chronik, schüttelt sie in den Händen und wirft sie dann in die Höhe. Während der Zeit hatte Landolf auf den Knieen gelegen und gebeten HErr, HErrj gieb den Sieg, daß dies edle Volk Dich erkenne! »Da fallen die Stäbchen zur Erde und, siehe da! sechs liegen mit den Zeichen Nach Oben- nur eins mit dem Zeichen nach unten.
— 190 —— That Karl recognized her in her birthright, that he would so greatly adore her, and treat her with great honor and affection. Fourteen days after, the priest anointed her with the name of God the Father, Son, and Holy Spirit, and she swore fidelity to Christ. Her men, you have gone ahead, my heroes. Do you abandon your dukes? The curse of sin is washed away by the baptism. Now I have come to you, I am also a priest of Christ, and wanted to guide you and cleanse you of sin, that you may become saints and come into the heavens. So I shall preach to you? Or do you wish to kill me, as you did the nobles? Here I am, even among you, in God’s hand. —— s. Landolf remained silent. The entire assembly was silent, even the Heiden priests had heard. Then the elder spoke and said: "Landolf, my guest, you have spoken a good word, and you are a good man in my house. Let me hear you more." Brothers, let us decide that Landolf may wander free throughout the land and preach, it is not a shame to bow the knees before God, to be God the Father, Son, and Holy Spirit. It is not a shame to pray to God, who has overcome our strong heroes. Describe! —— Then an old man with white hair appeared, the elder in the assembly, and spoke: "Throw away the Loosl." The younglings straightened seven sticks, square, from ebonwood, with holy signs on the upper side. One of the Heiden priests, called Wald, shook them in his hands and then threw them into the air. During that time, Landolf lay on his knees and begged God, God, grant me victory that this noble people recognize you! —— "The sticks fall to the earth, and six lie with the signs above and below."