Unermüdlich arbeitete nun der treue Landolf weiter. Einer seiner neuen Christen schickte er nach Minden und Münster, um neue Gehlilfen seiner Arbeit daher zu holen. Es kamen zwölf Menschen unter, die Landolsen untergehen waren, und nun konnte das Werk erst recht mit Macht angegriffen werden. Bis 830 oder 840 muss Landolf gelebt und gearbeitet haben, so gesegnet war seine Wirksamkeit, dass das ganze Land der Horzsahzen zum Christenthume bekehrt wurde. Als Beweis dafür wird angeführt, dass aus den großen Maitagen bei den Steinhausern folgende Gesetze devised seien: Kein Pferdesleisch mehr zu essen, keine Menschenopfer mehr zu bringen, keinen Todten mehr zu Verbrennen, alle Wodanseichen runzuhauen. Und in der That zeigen diese Gesetze den Sieg des Christenthums an, denn gerade jene genannten Dinge waren dem Heidenthum eigentliimlich. Von dem innern Zustande des Christenthums wird wenig er- zählt, nur das wird bemerkt, die ganze Veränderung in der Gegend sei eine so große und in die Augen sallende gewesen, daß die Bischöfe Willerich von Bremen und Helingud von Verden Priester gesandt hätten, um sich durch die eignen Augen zu überzeugen, ob das wahr sei, was sie mit den Ohren gehört hatten, und diese Abgesandten hätten in der ganzen Gegend keinen Heiden mehr angetroffen. Landolf Verstand es aber auch, als ein guter Feldherr allenthalben die rechten Punkter finden, wo er am erfolgreichsten das Heidenthum angreifen und überwinden könnte: Er ging immer gerade auf das Herz des Heidenthums los. Wir haben erst schon gesehen, bei des Billing’s Opferstein baute er die erste Kirche. Westlich von Hermannsburg ist der sogenannte Winkelberg, auf welchem die Grabstatte der Heidenpriester war, jetzt größtentheils Feldland, aber noch sieht man da zweimal sieben sogenannte Hähnengräber. Am Fuße dieses Berges errichtete er die soge- nannte Pfarrwohrt, wo die geistlichen Gerichte gehalten wurden und legte neben dieser Psarrwohrt den Grundstein zu der Quänenburg, einem mit einem Graben umschlossenen.

Translate from German to English: Unwearyingly, the loyal Landolf continued to work. One of his new Christians sent him to Minden and Münster to gather new fables for his work. Twelve people came under, and Landolf's burdens were overwhelming, so that the work could continue with power. Until 830 or 840, Landolf lived and worked, blessed with his effectiveness, which made the entire land of the Horzsahzen (horse-hunters) converted to Christianity. As proof of this, it is stated that from the great mounds at the Steinhaus, the following laws were devised: No more horses’ blood was to be eaten, no more human sacrifices were to be brought, no more death was to be burned; all widdershins (clockwise) runes were to be run. And in that, these laws show the victory of Christianity, because those mentioned things were actually Heidenthum (Heidentheme). Little is counted from the internal state of the Heidenthum, only the change in the region is so great and eye-witnessed. The bishops Willerich of Bremen and Helingud of Verden, priests sent by the Bishop, had sent themselves to verify whether what they had heard with their ears was true, and the sent of them had found no Heiden (German) in the whole area. Landolf understood this too, as a good general, everywhere finding the right points, where he was most successful in attacking and overcoming the Heidenthum. He always went straight to the heart of the Heidenthum. We have already seen that at the Billing's Sacrifice Stone, he built the first church. West of Hermannsburg, the so-called Winkelberg, where the grave stones of the Heidenpriests were, is now mostly field land, but still you can see twice seven so-called hen-hunters on the slopes of this mountain. At the foot of this mountain, he erected the so-called Pfarrwohrt (churchyard), where the spiritual courts were held and laid a foundation to the Quänenburg (gatehouse), a structure enclosed by a ditch.