Vater. Er erinnert sich kurz, geht den Rittern entgegen, stellt sich ihnen in den Weg und ruft ihnen entgegen: kehrt um. Die Straße ist euer, das Feld ist mein. Ein hoher Mann auf dessen Stirn thront, reitet an der Spitze des Zuges und sieht ganz verwundert den Knaben an, der es wagt, sich ihm in den Weg zu stellen. Er hält sein Roß an und hat seine Freude an dem mutigen Jungen, der so kühn und furchtlos seinen Blick erwiedert und nicht Vom Platze weicht. Wer bist du Knabe? Ich bin Herinann Billings ältester Sohn und heiße auch Herinann, und dies ist meines Vaters Feld, ihr dürft nicht hinüberreiten. Ich will-s aber, Knabe, erwiederte der Ritter mit drohendem Ernst, weiche, oder ich stoße dich nieder, dabei erhebt er denj Speer. Der Knabe aber bleibt furchtlos stehen, sieht mit blitzendem Auge zu dem Ritter hinauf und spricht: Recht muß Recht bleiben und ihr dürft nicht iiber das Feld reiten, ihr reitet denn über mich weg. Was weißt du Von Recht- Knabes Mein Vater ist der Billing und ich werde es nach ihm, antwortete der Knabe, Vor einem Billing darf niemand das Recht verletzen. Da ruft der Reiter noch drohender-: Ist das denn Recht, Knabe, deinem König den Gehorsam zu versagen? Ich bin Otto, dein König. Ihr seid Otto, unser König, Deutschlands Hort und der Sachsen Zierde, von dem mein Vater uns so Viel erzählt, Otto, Heinrich des Sachsen Sohn? Nein, ihr seid es nicht, Otto, der König schützt das Recht, und ihr brecht das Recht, das thut Otto nicht, sagt mein Vater. Führe mich zu deinem Vater, braver Knabe- antwortete der König und eine ungewöhnliche Milde und Freundlichkeit erglänzt auf seinem ernsten-Angesichte Dort ist meines Vaters Hof, ihr könnt ihn sehen, sagt Herinann aber die Rinder hier hat mein Vater mir anvertraut, ich darf sie nicht Verlassen- kann euch also auch nicht führen. Seid ihr aber Otto- der König- so lenkt ab vom Felde auf die Straße, denn der König schützt das Recht. Und der König Otto der erste, der Große genannt, gehorcht der Stimme des Knaben,
Vater. He remembers, goes ahead, puts himself in the way of the knights, calls out to them to turn around. The road is yours, the field is mine. A man on horseback, his brow is perched, rides at the head of the procession and looks at the boy who dares to step between them. He stops his horse and has great joy at the brave boy who doesn’t waver. Who are you, boy? I am Herinann Billings' eldest son, and I am also Herinann, and this is my father's field. You mustn’t ride over it. I want it, boy, he calls out, riding with a threatening severity, to yield or I will strike you down. The boy but stands firm, looks at the knight with a brilliant eye and speaks: “Justice must be justice, and you must not cross the field. You ride over me, then.” What do you know about justice, boy’s words? My father is Billing, and I will follow him, said the boy, "A Billing must not infringe on the right of anyone." The rider cries out, "Is that justice, boy, to betray the King’s obedience?" I am Otto, your king. You are Otto, our king, Germany's treasure and the Saxon splendor, and from which my father told me so much about Otto, Heinrich of the Saxon line? No, you are not, Otto, the king protects the right, and you break the right that Otto does not. Lead me to my father, brave boy, said the king and a peculiar kindness and warmth radiates from his serious countenance There is my father’s house, says Herinann, but the cows here have entrusted to me, I cannot leave them. Behave yourselves, Otto, the king – guide away from the road, for the king protects the right. And Otto, the first and greatest, obeys the voice of the boy.